Gesunder Schlaf

Ihr Schlaf ist wichtig - aber wann haben Sie sich das letzte Mal Gedanken darüber gemacht. Der Mensch verbringt viel Zeit mit dem Autokauf oder dem Kauf anderer Dinge, aber beim Thema Bett oder Matratze wird oft die einfachste und billigste Lösung gewählt.

 

Eine gute Matratze zum Beispiel brauch nicht teuer sein, aber die Matratze muss die Kriterien einer guten Wirbelsäulenunterstützung in körpergerechte Druckverteilung und nachhaltiger sowie umweltschonender Herstellung erfüllen. Es gibt auch keine Matratze, die für jeden Menschen geeignet ist, jeder Mensch hat einen anderen Rücken und besitzt unterschiedliche Schlafbedürfnisse. Der eine liegt gerne weich, der andere gerne hart. Daher ist der Begriff einer "Standardmatratze" irreführend.


jeder Mensch hat unterschiedliche Schlafbedürfnisse


So ist es wichtig, sich im Fachgeschäft individuell und kompetent beraten zu lassen, denn auch ein unpassendes Schlafsystem ist der Grund für Schlafstörungen. Richtig Schlafen. Besser leben.

Raumtemperatur & Raumluft

Frische Luft beim Schlafen

Wichtig für einen guten Schlaf ist auch die Raumtemperatur sowie die Raumluft. Die Temperatur in Ihrem Schlafzimmer sollte nicht über 18C° betragen, andernfalls erhöht sich dadurch Ihre Schlaftemperatur zulasten Ihres Wohlempfindens. Die beste Zimmertemperatur wird erreicht, wenn Ihr Thermostat auf der Stufe zwei eingestellt ist.

Bevor Sie ins gemütliche Bett gehen, lüften Sie Ihr Schlafzimmer kurz, um genügend frischen Sauerstoff in den Raum zu lassen, so schläft es sich gesunder.

Öffnen Sie morgens nach dem Aufstehen Ihr Fenster und lüften Sie kurz Ihr Schlafzimmer. Bei dieser Gelegenheit decken Sie auch Ihr Bett auf, um auch die Matratze kurz mit zu lüften.

Das passende Bett

Liegen wie ein König

Damit Sie Gut und Gesund schlafen können, benötigen sie natürlich das richtige Bett. Aber welches Bett ist für Sie geeignet? Wo liegen Sie am besten drin?

 

Das ist für jeden Menschen individuell, abhängig von der Größe, dem Gewicht und persönlichen Faktoren wie Rückenprobleme oder bisheriger Operationen. Auch Ihr Schlafgefühl spielt da eine wichtige Rolle.

Wichtig ist es, dass Ihre Wirbelsäule gerade und gestreckt gelagert wird, egal ob mit Wasserbett, Boxspringbett oder einer Matratze. Sie müssen die Möglichkeit haben, sich richtig zu entspannen und sich in Ihrem Bett wohl zu fühlen.

 

Die Kombination Ihres Schlafsystems ist sehr entscheidend. Ihre Matratze muss mit Ihrem Lattenrost ein "gutes Paar" bilden. Eine gute Matratze kann bei einem schlechten Lattenrost seine Wirkung nicht entfalten. Ebenso ist auch die Kombination der Box, Matratze und des Toppers bei Boxspringbetten wichtig und bei jedem Menschen individuell. Auch die Wassermatratze in einem Wasserbett muss Ihnen angepasst sein.

Hygiene im Bett

Stets sauber bleiben

Heutige Matratzen bieten Ihnen eine sehr gute Qualität und besten Schlafkomfort. Leider hat aber auch dies zur Folge, dass die Matratzen länger wie die empfohlene Nutzungsdauer benutzt werden. Dies kann bis zu einer Zeit von 20 Jahren der Fall sein. Das liegt daran, dass die Matratzen oftmals unhandlich und auch schwer sind, so bleiben diese im Bett und werden zudem zugedeckt sowie kaum gelüftet. Die Folge davon ist, dass Sie ein Drittel Ihres Lebens hautnahen Kontakt mit einer staubigen, unhygienischen Matratzen haben, wo sich Hausstaubmilben, Bakterien und Schimmel einnisten, und dies bei 98% aller Matratzen. Wer mit geröteten und tränenden Augen, geschwollenen Augenlidern, juckender und triefender Nase, Husten, Atemnot und Hautausschlag aufwacht, reagiert wahrscheinlich auf das Allergen, welches in den Ausscheidungen der Hausstaubmilbe enthalten ist.

Auch ist dies beim Boxspringbetttoppern oder bei den Auflagen von Wasserbetten der Fall, da auch diese aus den selben Materialien wie Matratzen bestehen können.

Verschmutzung

Feind in meinem Bett

Im wesentlichen wird die Matratze durch den Matratzenstaub, oder Umgangssprachlich "Hausstaub" verschmutzt. Der Hausstaub besteht aus Abrieb der Matratze, Ihrer Hautschuppen, Ausscheidungen der Hausstaubmilbe, Schimmel, Bakterien, auch Harnstein, Ausdünstungen wie Schweiß und dessen Salze, sowie sonstige durch Menschen oder Haustiere verursachte Verunreinigungen. Matratzen können durch befallene Hautschuppen tranig riechen, bei einer Nassbehandlung wird Sie modrig riechen.

Hautschuppen

Ein Mensch verliert bis zu 1,5 Gramm Hautschuppen pro Nacht, im Jahr also bis zu 0,5 Kilogramm. Diese bleiben zum Teil in der Matratze, werden von Bakterien befallen und verursachen den typischen, unangenehmen, muffigen Schlafzimmergeruch.

 

Schimmel

Durch Feuchtigkeit und unzureichende Belüftung des Bettes entsteht oft kaum sichtbarer Schimmel. Der Schimmel in Ihrer Matratze kann Allergien auslösen und sehr gesundheitsschädlich sein.

Schweiß

Durch natürliches Schwitzen verliert jeder Mensch bis zu 0,5 Liter Schweiß pro Nacht. Die Feuchtigkeit des Schweißes und die im Schweiß enthaltenen Salze und Eiweiße dringen zum Teil in die Matratzen ein und verbleiben dort.

 

Schadstoffe
Produktionsbedingt können zum Beispiel Formaldehyd oder andere Schadstoffe in Matratzen vorkommen, die bei hoher Konzentration gesundheitliche Beschwerden verursachen können. Bei guten Matratzen aber nicht der Fall.


Die Hausstaubmilben

Sind winzig klein und lieben es feucht, warm und dunkel. Sie leben fast ausschließlich von Hautschuppen. Der grenzenlosen Vermehrung wirkte früher die Raubmilbe, ein natürlicher Feind der Hausstaubmilbe, entgegen, jedoch scheint die heute ausgestorben. So können heute in einer Doppelbettmatratze bis zu einer Million und mehr Hausstaubmilben vorkommen und diese produzieren eine entsprechende Menge an allergieauslösendem Milbenkot.

 

Staub
In einer Matratze können sich bis zu 2.000 Gramm Staub befinden, ein Gemisch aus organischen und anorganischen Partikeln. Wenn Sie auf einen alte Matratze klopfen, werden Sie es sehen.

Tipps zur Reinigung

Damit Sie nicht im einem unhygienischen Bett liegen müssen, sollte dieses regelmäßig gereinigt werden. Die Bettwäsche und das Spannbetttuch sollte alle 1-2 Wochen bei mindestens 60°C gewaschen werden. Matrazenschoner oder Matratzentopper können Sie ebenfalls laut den Herstellerempfehlungen waschen, dies sollte monatlich geschehen. Wenn Sie im Sommer sehr stark schwitzen oder Sie krank sind, wechseln oder waschen Sie Ihre Bettwaren täglich. So vermeiden Sie übermäßige Verschmutzung und minimieren die Gefahr von Milben.

Drehen Sie die Matratze in regelmäßigen Abständen in Längs-sowie Querrichting, um eine gleichmäßige Abnutzung zu erzielen. Lüften Sie Ihre Matratze täglich und klopfen Sie diese auch mal aus.

Den Bezug eines Wasserbettes oder Boxspringbetttoppers können Sie durch den integrierten Reißverschluss trennen und einfach in der Waschmaschine waschen.

Aus hygienischen Gründen sollte eine Matratze oder ein Boxspringbetttopper spätestens alle 8-10 Jahre erneuert werden.

Ursachen für Ihre Schlafprobleme

Die Gründe für Schlafprobleme können vielseitig sein und sind immer verschieden. Wichtig ist es, dass Ihr Bett, egal ob Wasserbett, Boxspringbett oder Matratze optimal an Sie angepasst sind.

 

Sollte Ihre Matratze schon mehr wie 10 Jahre alt sein, wird es Zeit, sich eine neue aus orthopädischen und hygienischen Gründen zu besorgen. Der Schaumstoff in Matratzen zum Beispiel verliert mit den Jahren seine stützende Wirkung. Die Folge ist, dass Ihre Wirbelsäule nicht mehr gerade und stabil gelagert ist.


der Schaumstoff in Matratzen verliert mit den Jahren

seine stützende Wirkung


Auch sind kalte Füße wahre "Einschlafkiller", also streifen Sie ein paar Kuschelsocken drüber. Ebenso ist Lärm auch ein Grund für den schlechten Schlaf. Vermeiden oder reduzieren Sie diesen. Ihr Körper hat sonst nicht die Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen.

Schlaftypen

Sind Sie Eule oder Lerche?

Viele Menschen sind erst am Mittag richtig munter, und andere machen die Nacht zum Tag. Wieder andere hüpfen schon früh aus den Federn, sind aber am Abend früh müde. Bei jedem Menschen ist dies anders. In Ihnen tickt eine "Innere Uhr", die genetisch bei Ihnen veranlagt ist. Zusammen mit Ihrem Taktgeber gibt er Ihren persönlichen Schlaf- und Wachrhythmus vor. Der Schlaf- und Wachrhythmus ändert sich im Laufe des Lebens, kleine Kinder sind wahre Frühaufsteher, Teenager aber dann echte Langschläfer. Bei ca. 70% der Menschen gibt es einen Rhythmus im Mittelfeld, nur bei 15% handelt es sich um echte Eulen oder Lerchen.

Leben gegen die innere Uhr

Es ist immer ein Problem, wenn man gegen diese "Innere Uhr" leben muss. Dies beeinträchtigt ihre Schlafgewohnheiten enorm. Gerade die Menschen, die in Schicht oder in der Nacht arbeiten, haben es schwer, sich an diesen ständigen Wechsel des Schlaf- und Wachrhythmus zu gewöhnen.

Jeder Mensch benötigt eine verschieden lange Schlafdauer, in der Regel sind es zwischen sieben und acht Stunden pro Tag. Chronischer Schlafmangel ist auf Dauer gefährlich. Menschen, die zu wenig Schlafen haben ein höheres Risiko für Übergewicht und Diabetes. Außerdem schwächt es Ihr Immunsystem und erhöht durch Übermüdung die Gefahren im Straßenverkehr.

Tipps zum Einschlafen

  • Ihr Geist und Ihr Körper sind Gewohnheitstiere, also vermeiden Sie, im Bett zu Essen oder fern zu schauen, Ihr Bett ist zum Schlafen da.
  • Auch wenn Ihr Schlafzimmer eher kühl sein soll, Ihre Füße sollten es nicht sein. Kalte Füße sind wahre "Einschlafkiller". Helfen Sie sich mit kuscheligen Socken oder einem wohl temperierten Wasserbett, um auf die richtige Temperatur zu kommen.
  • Finden Sie für sich heraus, wann Sie am besten einschlafen und versuchen Sie, diese Zeiten bei zu behalten, auch am Wochenende.
  • Dunkeln Sie Ihr Schlafzimmer genügend ab, denn bei zu viel Licht wird Ihrem Körper nicht signalisiert, dass nun der Schlaf bevorsteht.
  • Stellen Sie Ihr Lattenrost oder elektrisches Bett stets in eine waagerechte Position, um die richtige Schlafposition einzunehmen. Andernfalls liegt Ihre Wirbelsäule nicht korrekt und Sie schlafen unbequem und nicht entspannt.
  • Schaffen sie sich Rituale für das zu Bett gehen, trinken Sie einen Tee, eine Milch mit Honig oder lesen Sie einen Moment, so weiß ich Körper dann, dass nun die Ruhephase beginnt.
  • Vermeiden Sie das arbeiten oder zu grelles Licht, da sonst für Ihren Körper wieder die Wachphase beginnt.
  • Sollte Ihre Umgebung zu laut sein, verwenden Sie Ohrstöpsel, um diese störenden Geräusche zu minimieren.